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Straßenbahnen

Bezbariérová tramvaj

Das Verkehrsunternehmen der Hauptstadt Prag erreichte im Straßenbahnbetrieb, besonders in der Beförderung von Sehbehinderten, einen Fortschritt. Sämtliche Straßenbahnwagen wurden in den Jahren 1996 – 1998 mit speziellen Empfängern für Blinde ausgerüstet. Diese Anlage ermöglicht dem Fahrgast, mit Hilfe einer Fernbedienung eine externe Ansage zu aktivieren, die ihm Informationen zur Liniennummer sowie zur Fahrtrichtung der ankommenden Straßenbahn liefert. Weiter ermöglicht die Anlage dem Fahrgast, dem Fahrer eine akustische Bestätigung seiner Absicht zu geben, ins Fahrzeug einzusteigen, was zur Erhöhung der Fahrgastsicherheit beiträgt. Die automatische Haltestellenansage im Wageninneren hilft nicht nur Sehbehinderten, sondern auch allen anderen Fahrgästen, sich auf der Linienstrecke zu orientieren.

Seit 1996 verliefen im Prager Straßenbahnnetz die ersten Probefahrten (mit Fahrgästen) des Prototyps der Niederflurstraßenbahn RT6-N1. Der Fußboden liegt bei diesen 350 mm über dem Schienenkopf. An der zweiten Tür befindet sich unterhalb des Fußbodens eine Auffahrrampe, die ein bequemeres Ein- und Aussteigen mit einem Rollstuhl ermöglicht, für den in diesen Wagen ein Stellplatz mit Sicherungsmöglichkeit vorgesehen ist. Der Probebetrieb dieser Straßenbahnwagen wurde wegen technischer Probleme 1999 eingestellt, und in absehbarer Zeit wird nicht mit einem Kauf weiterer Wagen dieses Typs gerechnet.

Kontinuierlich werden an Haltestellen die Haltestelleninseln so umgebaut, dass sie einen behindertengerechten Zugang ermöglichen. An ausgewählten Haltestellen, wo keine selbständige Haltestelleninsel angelegt werden kann, rechnet man mit speziellen Bahnsteigen, d.h. mit einer Erhöhung der Fahrbahn auf die Bürgersteigebene in einem abgegrenzten Abschnitt (sog. Haltestellen des Wiener Typs). Diese Bahnsteige dienen den Fahrgästen allerdings nur während des Aufenthaltes der Straßenbahn in der Haltestelle, ansonsten dienen sie dem normalen Fahrzeugverkehr. Der Höhenunterschied der Fahrbahn führt gleichzeitig zur Reduzierung der Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Fahrzeuge und erhöht die Sicherheit der auf dem Bürgersteig wartenden Fahrgäste.

 

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